Katharina Elsa Samonig

Elsa blickt auf das Grab. Die Blumen hatten langsam begonnen zu verwelken. Das sieht sie nicht. Die Inschrift ist es, die sie in ihren Bann zieht. Markus Name. Ein Kreuz daneben? Sie hat Kopfhörer auf und hört ihr gemeinsames Lied. Die Tödin beobachtet sie aus einiger Entfernung. Doch Trauer braucht keine Voyeure, beschließt die Tödin und nähert sich ihr. Als für sie fremde Frau. Sie legt eine Hand auf ihre Schulter und hält dem plötzlichen vernichtenden Blick Elsas in ihre Richtung stand. „Was?“ blafft sie. Die Tödin nickt in Richtung Grab, und erwidert „Scheiße.“ „Mhm.“ - kaum hörbar. Und endlich fließen ihre Tränen.

 

Die Tödin wusste, dass sie ihn geliebt haben musste. Doch wie stark die Bindung der Beiden war, erkannte sie erst einige Zeit später...

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© Ina Seiser